BasentablettenBei einem Mangel an lebensnotwendigen Mineralstoffen, sowie auch bei einer Übersäuerung werden Basentabletten oder auch Basenpulver empfohlen. Sie kommen vorwiegend bei einer Basenkur zum Einsatz, sowie auch beim Basenfasten. Basentabletten sollen helfen, die körpereigenen Basenvorräte zusammen mit basischen Lebensmitteln wieder aufzufüllen, so dass der Körper dadurch besser entsäuert und entschlackt wird.

Eine Übersäuerung drückt sich durch Müdigkeit, Schlappheit und Leistungsabfall aus, also Symptome, die auch mit anderen körperlichen Beschwerden verwechselt werden können. Allerdings kann eine Übersäuerung über einen längeren Zeitraum zu Krankheiten wie Arthrose, Arthritis, Gallen- und Blasensteine und Bluthochdruck führen, von Cellulite und vorzeitiger Faltenbildung komplett abgesehen.

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Im Laufe unseres Lebens fallen beim Stoffwechsel immer mehr Schlacken und Säuren an, es ist also ganz verständlich, dass der Körper bei der notwendigen Entsorgung dann irgendwann nicht mehr mithalten kann. Die vorhandenen Schlacken setzen sich also im Bindegewebe an, in den Gelenken und auch in den Blutgefäßen, was im schlimmsten Fall zu unnötigen Schlaganfällen oder Herzinfarkten führen kann. Die vorhandenen Basen in unserem Körper reichen also längst nicht mehr aus, damit der Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht gehalten werden kann.

Was sind die Inhaltsstoffe von diesen Tabletten?

Basentabletten Wirkung und InhalteBasentabletten enthalten in der Regel Mineralstoffe und Spurenelemente, die der Körper für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt benötigt, also Calcium, Kalium, Magnesium und Zink. Die Nährwerte und natürlich auch der jeweilige Anteil der einzelnen Inhaltsstoffe variiert je nach Anbieter. Die meisten Produkte sind zucker-, gluten- und laktosefrei. Basentabletten sind im Vergleich zum Basenpulver viel praktischer, da nicht jeder Mensch von dem Pulvergeschmack begeistert ist und man die Basentabs auch unterwegs bequemer einnehmen kann.

Vor allem der Mineralstoff Kalium ist für den Säure-Basen-Haushalt sehr wichtig. Er trägt dazu bei, dass Säuren und Schlacken aus den Zellen besser in die Blutbahn transportiert und über die Nieren ausgeschieden werden können. Aber auch der hohe Calcium- und Magnesiumgehalt, sowie die anderen enthaltenen Spurenelemente tragen zu einer guten Entsäuerung des Körpers bei. Magnesium ist für die Muskelfunktionen empfehlenswert, hilft gegen Müdigkeit und trägt zum notwendigen Gleichgewicht der Elektrolyten bei. Zink wiederrum unterstützt das Immunsystem, die Sehkraft und hält Haut, Haare und Nägel gesund.

Gibt es auch Basentabletten Nebenwirkungen?

Basentabletten NebenwirkungenSolange man sich an die empfohlene Menge der Basentabletten hält, treten in der Regel auch keine unerwünschten Nebenwirkungen auf. Gegebenenfalls kann es die ersten Tage über ein oder zwei Tage hinweg zu Durchfall und Magenbeschwerden kommen. Die für den Körper noch ungewohnten Basen aktivieren unter anderen auch die Funktionen der Gallenblase, Leber und Bauchspeicheldrüse. Allerdings sollten Basentabs nur über einen begrenzten Zeitraum eingenommen werden und auch nicht unbegrenzt, da ein Basenüberschuss ebenfalls nicht zu einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt beiträgt.

Basentabletten sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich, in Drogerien, Reformhäusern und natürlich auch über das Internet bestellbar. Bei den meisten Produkten sind auch noch die praktischen Teststreifen dabei, mit denen man schnell herausfinden kann, ob der Körper sauer oder basisch ist.

Wofür werden sie sonst noch verwendet?

Basentabletten oder auch das Basenpulver sind ein Ernährungsergänzungsmittel, mit für den Organismus nützlichen Mineralien und Spurenelementen. Sie liefern nicht nur ein Plus beim Basenfasten oder bei einer Basenkur, sondern die Basentabs leisten auch eine gute Unterstützung bei einer unausgewogenen Ernährung. Viele Menschen haben überhaupt keine Zeit, sich täglich um fünf Portionen Obst und Gemüse zu sorgen, wie es von der Deutschen Ernährungsgesellschaft empfohlen wird. Schon alleine deshalb, können Basentabs sehr nützlich sein, noch dazu, wenn man körperlich aktiv ist oder ansonsten nicht auf eine gesunde Ernährung achtet.

Basentabletten im TestAllerdings soll das auch nicht bedeuten, dass man jetzt bei einer Übersäuerung oder bei häufigen Esssünden dann einfach nur Basentabletten einnimmt, damit man sich wieder wohler und aktiver fühlt. Da es sich dabei um ein Nahrungsergänzungsmittel handelt, sollte man eher der Ursache der Übersäuerung nachgehen und auf eine Ernährung mit vielen basischen Lebensmitteln achten. Gute Basenspender sind beispielsweise Gemüse, Salate, Keimlinge und Sprossen, Kräuter und Gewürze wie Knoblauch und Ingwer. Was basisches Obst angeht, so sind Äpfel empfehlenswert, Melonen, Weintrauben, Rhabarber, Mango, Orangen und Zitronen. Säuernd wirken Milch und Milchprodukte, Eiweiß und Getreide.

Fazit: Alternative zur basischen Ernährung

Die Einnahme von Basentabletten oder Basenpulver ist bei einer vorwiegend basischen Ernährung nicht notwendig. Sie ist empfehlenswert bei Basenkuren, da bei diesen Therapien ganz gezielt mit der Ernährung, Basentees, Basenbäder und körperlichen Aktivitäten über einen befristeten Zeitraum entschlackt und entgiftet wird. In diesem Fall liegt auch ein erhöhter Bedarf an Mineralstoffen vor, damit die Schadstoffe im Körper besser ausgeschieden werden können. Beim Basenfasten kommt es darauf an, für welche Variation man sich entscheidet. Werden mehrere Mahlzeiten durch Smoothies ersetzt, dann kann die Einnahme von Basentabs ratsam sein, im Zweifelsfall sollte man sich an den Hausarzt wenden.
Wer unter einem niedrigen Gehalt an Magensäure leidet, sollte ebenfalls den behandelnden Arzt fragen oder Basentabs mit einem hohen Natriumgehalt meiden. Natron oder Natriumhydrogenkarbonat kann die Magenschleimhaut schädigen, wenn es in größeren Mengen oder über einen längeren Zeitraum eingenommen wird. Wer sich für die Basentabletten entscheidet, sollte auf jeden Fall die empfohlene tägliche Dosis auf keinen Fall überschreiten und auch ansonsten mehr auf eine gesunde Ernährung achten.